Finissage

4RT (Four Art) zeigt, wie urbane Kunst lebt: zwischen Straße und Pixel, Müll und Ikone, Hoch- und Popkultur. Farbe trifft Beton, Rost trifft flackernde Bilder, Pixel treffen Erinnerung – direkt, ungeschönt und gegenwärtig.
Zur Finissage laden wir dich ein, das Ganze noch mal live zu erleben – mit Musik, Drinks und den Künstler:innen im Gespräch.

Mit dabei: Odo Rumpf, FLACA, Jun Schäffer, Oliver Maichle, Jens Pichtemann
Special Guest: DJ Schwipi

Komm vorbei und stoß mit uns an, wir freuen uns auf dich!

Wann & Wo:
Samstag, 23. Mai 2026, 14–18 Uhr
Galerie odoART
Neue Maastrichter Straße 12–14
50672 Köln

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

ABOUT

4RT bildet ein dynamisches Netzwerk, das den urbanen Raum, das Alltägliche und die Massenkultur miteinander verschränkt. In Verbindung der unterschiedlichen Ausdrucksformen entsteht eine zeitgenössische Kunstpraxis. Das Flüchtige ist dokumentiert, das Wertlose aufgewertet. Kunst ist Prozess, Haltung und Statement zugleich – sichtbar, hörbar und spürbar im urbanen Alltag. Diese Synergien zeigen: Kunst lebt von Reibung, von Wiederverwertung und vom Mut, neue visuelle Sprachen zu erfinden: zwischen Hoch- und Popkultur, zwischen Müll und Bedeutung, zwischen Straße und digitalem Raum. 
4RT ist ein vielstimmiges Echo des urbanen Lebens. Denn die Stadt spricht in Schichten. Farbe trifft Beton, Rost trifft flackernde Bilder, Pixel treffen Erinnerung. Das Wertlose wird kostbar, das Flüchtige erhält Gewicht. Zwischen Straße, Abfall und Ikone entsteht ein Ort, an dem Kunst atmet – direkt, ungeschönt und gegenwärtig.

odoART

Neue Maastrichter Straße 12-14
50672 Köln

Vernissage

Donnerstag, 30. April 2026 ab 18 Uhr

Öffnungszeiten

30.04.-24.05.2026
Do-So 14-18 Uhr u.n.V.

Kontakt

info@4rt-project.de
instagram @FLACASART

The Artists

Ausbildung

  • Dipl.-Ing. Maschinenbau (RWTH Aachen)
  • Kunststudien und Mitarbeit bei Prof. Thomas Virnich (Kunstakademie Braunschweig)
  • seit 1991 hauptberuflich als selbständiger Künstler tätig
  • 1993 Künstleranerkennung, Prof. H.P. Schall, Akademie Düsseldorf

Arbeitsfeld

Skulpturen aus Stahl und Industriefundstücken, kinetische (solartechnische) Großobjekte, Rauminstallationen und Medienskulpturen. Etwa 20 teilweise großformatige Skulpturen stehen auf öffentlichen Plätzen im In- und Ausland.

Preise

  • Europäischer Solarpreis Kunst, von Eurosolar e.V., 1997
  • Preis Köln-Sülz/Klettenberg Kunstmeile, 2010
  • Preis Brunnenwettbewerb, Stadt Rheinberg, 1999
  • Preis Köln-Dellbrücker Kunstmeile, 2001

odorumpf.de

Flaca - Artwork

Ästhetik und Provokation kennzeichnen die ausdrucksstarke Kunst von Flaca. Im wahrsten Sinne des Wortes sind die Werke der Künstlerin fesselnd. Zeitgemäß verkörpern sie eine Interpretation der Emanzipation.

Geboren in Caracas, Venezuela, erlebt Flaca ihre Kindheit in einer politisch und katholisch- religiös geprägten Welt. Die Gleichstellung von Mann und Frau, sowie die Heuchelei der Religiosität beschäftigen sie früh. Die Inszenierungen in Ihren Werken sind Ausprägungen des Geschlechterkampfes. Im Format der digitalen Collage präsentiert sie ausdrucksstarke Körperkunst. Frauen räkeln sich provokativ in anreizenden Posen. Gebettet in aneckenden, teils spielerischen Symbolen, bewegen sich ihre Darstellungen zwischen Lust und Provokation, Rebellion und Revolution.

Ein häufig verwendetes Thema: Bondage. Flaca inszeniert die Fetischkunst als Symbol der emanzipierten Welt, in der Frauen entscheiden können, wann sie in Fesseln gelegt werden möchten. Es ist ein Auszug aus der Sexualität und ein Zeichen für die Freiheit. Zudem ergänzen inszenierte Selbstporträts Flacas Fundus.

Großformatige Photocollagen und detailreiche Porträts bieten den Rahmen ihrer Auseinandersetzungen. Ihre Werke sind verspielt und provokativ, sogar vertrieben sexuell. Doch besonders die Ästhetik ihrer Darstellungen ist der aufstrebenden Künstlerin von großem Wert.

flacas-art.de

JUN Schäffer (*1964 in Little Tokyo, Düsseldorf) ist ein deutsch-japanischer Medienkünstler, Videoregisseur. Er absolvierte seinen „Master of Arts“ an der „Kunsthochschule für Medien Köln“ und ist Mitglied im „Bundesverband Bildender Künstler Köln e.V.“ und im „68elf e.V. Kunstverein Köln“.

Er beschäftigt sich mit Scheinbarkeiten (Illusion) und Täuschung (Irrtum), mit Perspektive und Standpunkt. Seine surreal anmutenden Arbeiten, mit Einflüssen aus der Film- und Pop-Kultur, gestaltet er plakativ und ironisch, nutzt aber auch Objekte wie Spiegel- oder Lamellenbilder, um inhaltliche Irritationen durch optische Effekte zu verstärken. Seit dem Gemeinschaftsprojekt „Horimono“ (jap. Schnitzerei, Gravur) mit der Künstlerin FLACA im Jahr 2024, beschäftigt er sich mit ikonographischen Elementen der japanischen Gesellschaft. Die von der Pop-Art inspirierten Werke spielen mit leuchtenden Farben, klaren Linien und ikonischen Elementen. Pop-Ukiyo-e oder „Pop-E“ (ポップ絵), wie JUN Schäffer seinen Stil nennt, ist ein zeitgenössischer Japonismus der zeigt, dass trotz unterschiedlicher historischer und kultureller Kontexte, ähnliche Merkmale und Themen zum Alltag und Konsum bestehen.

schaeffer.jp

Artwork Oliver Maichle

Oliver Maichle wurde am 6. Dezember 1971 in Deutschland geboren. Schon früh faszinierte ihn die Frage, wie komplexe Realität in Bildflächen verdichtet werden kann. In seiner Jugend prägten ihn subkulturelle Räume, Musik, Comics, frühe Graffitikultur und gleichzeitig die Strenge klassischer Malerei.
Während andere Künstler erst Jahre später ein Bewusstsein für Überlagerung und visuelle Kompression entwickelten, zeigte Maichle bereits als Jugendlicher eine besondere Sensibilität für Strukturen, Flächenbewegungen und extreme Detaildichten.

Zwischen 1993 und 1995 studierte Maichle an der renommierten Kunstakademie Düsseldorf – einem Schmelztiegel deutscher und internationaler Avantgarde. Die dortige Atmosphäre, geprägt von Nachkriegskunst, radikalen Materialexperimenten und starken Persönlichkeiten, beeinflusste Maichles Denken nachhaltig.
Ein Konflikt wegen Sachbeschädigung führte schließlich zu einem persönlichen Verweis durch Markus Lüpertz. Was für viele ein Bruch gewesen wäre, wurde für Maichle zum Auslöser für eine radikale künstlerische Selbstfindung.

Nach seiner Zeit in Düsseldorf fand Maichle im „Kölner Klüngel“ einen Zugang zu einem Netzwerk aus Künstlern, Sammlern und internationalen Persönlichkeiten. Er arbeitete in Werkstätten, baute Leinwände für Gerhard Richter, tauschte sich mit James Lee Byars aus und war über mehrere Jahre im Umfeld von Sigmar Polke tätig, der schließlich ein Werk von Maichle für seine private Sammlung erwarb.
Diese Begegnungen boten ihm nicht nur technische, sondern vor allem philosophische Einblicke: Wie Bilder denken. Wie Material spricht. Wie Kunst sozial existiert.

Special Guest

Jeder Mensch, jeder Raum, jedes Ding hat seine eigenen Vorstellungen. Jedes Detail hat eine Aussage/Botschaft – baut Brücken zwischen den Menschen ohne etwas zu sagen (vor allem wenn es für jemanden gefährlich wird es auszusprechen) – seit Jahrhunderten und leider immer noch (z.B. der Fisch im Christentum).

Ich liebe es, die Geschichten der Künstler zu verstehen, die Geschichten der Kunstliebhaber zu hören – die Hintergründe zu entdecken und dabei behilflich zu sein! Der digitale Wanddruck – ein Werkzeug um Kunst zu präsentieren – klein – groß – freigestellt auf die Wand – fixiert um nicht so schnell weggehangen zu werden oder zu zerstören.

pichtemann.de

The Location

4RT - Flyer

Neue Maastrichter Straße 12-14
50672 Köln

Kontakt

info@4rt-project.de
instagram @FLACASART